Ja und Nein sagen lernen

Weiter geht es mit dem Kurs zur Steigerung Deiner Selbstliebe:

Ja und Nein sagen lernen.

Diese Überschrift klingt zugegebenermassen trivial, benutzen wir diese Wörter doch tagtäglich.

Die entscheidende Frage ist für mich, wie bewusst benutzen wir Ja und Nein?

Wie oft sagen wir zu etwas Ja, obwohl wir innerlich spüren, dass es uns nicht gut tut?

Ist vielleicht die Angst, abgelehnt oder nicht gemocht zu werden, grösser als der Wunsch nach unserem persönlichen Wohlbefinden?

Erfolgreiche Menschen können sehr gut Nein sagen. Sie haben erkannt, dass Ihre Lebenszeit kostbar ist. Und dass ein Nein zu einer Person oder Sache auch viel mit Selbstliebe ihnen gegenüber zu tun hat.

Dies gelingt natürlich nicht jedem so einfach.

Oft sind es unsere gemachten Erfahrungen in der Kindheit. Menschen, die in schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsen sind (aber nicht nur sie!), haben früh lernen müssen, dass sie alles tun müssen, um lebensnotwendige Anerkennung, Annahme, Liebe zu erfahren.

Oft sind sie dabei über ihren Schatten gesprungen und haben vieles dafür geopfert. Ihre Selbstachtung, ihren Stolz und ihre eigene Bedürftigkeit, aufrichtig zu sein.

Sie haben fälschlicherweise gelernt, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie nicht alles dafür tun, dass es ihren Bezugspersonen scheinbar «gut» geht (gerade bei Scheidungskindern ist das oft zu beobachten).

Oder sie haben gelernt, dass wenn sie brav, angepasst, «anständig» sind, dass sie dafür gelobt werden oder eine Belohnung dafür bekommen.

Wie auch immer: Ich bin der Meinung, dass mit jedem Ja zu etwas, das ich nicht will, ich ein Nein zu mir sage. 

Ich handle gegen meine eigenen Bedürfnisse. Und hier liegt ein weiteres Dilemma: Was sind überhaupt meine Bedürfnisse? Was will ich mit einem Ja zu anderen und einem Nein zu mir selbst erreichen!?

Der Grund für ein Ja ist neben der geschilderten Sehnsucht nach Anerkennung, Bestätigung und Liebe auch die Hoffnung

Hoffnung in ein Resultat, das sich gut anfühlt, eine Zukunft, die rosig vor uns liegt, ein Glückgefühl.

Doch diese Hoffnung wird oft enttäuscht. Denn die Wirklichkeit sieht schnell anderes aus.

Noch während wir an einer Aufgabe sitzen, zu der wir Ja gesagt haben, merken wir, dass uns alles zu viel wird. Dass wir diese Aufgabe nicht erfüllen können – und wollen.

Dass sich daraus andere Aufgaben ergeben, die wir noch zusätzlich angehen müssen. Jetzt kommt unser schlechtes Gewissen ins Spiel oder wir projizieren in den Kopf des anderen die vermeintliche Enttäuschung, die sich unserer Meinung nach einstellen wird.

So wir unsere Lebenszeit mit etwas, was wir gar nicht wollen.

Wie eine Sanduhr in dem jedes Körnchen nach unten rieselt, bildet jedes halbherzige Ja ein Haufen abgelaufener Lebenszeit. Wie fühlt sich das für Dich an?

ÜBUNG

  • Reflektiere immer, wenn du Ja zu etwas gesagt hast, was Du eigentlich nicht wolltest, warum Du es gesagt hast.
  • Hast Du in der Vergangenheit einmal zu einem Nein eine negative Reaktion erlebt?
  • Hast Du ein schlechtes Gewissen oder gar Angst vor etwas? Und warum?

Führe Selbstgespräche mit Dir – jedoch nicht aus der Angst heraus, dass etwas Schlimmes passieren könnte, sondern aus der Liebe zu Dir selbst heraus.

Deine Selbstliebe ist stärker als Dein schlechtes Gewissen oder Ego!

Diese Lektion ist ein Auszug aus meinem Online-Training zur Selbstliebe - mit vielen Aufgaben zur Reflktion, Atem- und Körperübungen und Meditationen.

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