Willkommen zu Deinem Kurs Selbstliebe und Deiner ersten Lektion:

Mut haben!

In meiner Beratungspraxis wird oft sehr schnell deutlich, dass die oder der von mir betreute Coachee viele seiner Probleme und alltäglichen Herausforderungen durch mangelnde Selbstliebe erfährt.

Oft ist dies an einer sehr kritischen Haltung sich selbst gegenüber («ich habe versagt», «ich bin schlecht oder nicht gut genug» usw.) ersichtlich als auch in den Konflikten, in der die Person immer wieder stolpert.

Auch spüren sich diese Personen oft nicht mehr richtig, bzw. nur noch in extremen Verhaltensweisen (Flucht in Arbeit, Alkohol-/Drogenmissbrauch, Affären, intensiver Sex usw.).

Nicht selten werden andere Menschen für das eigene Unglück verantwortlich gemacht («Du bist schuld, dass es mir nicht gut geht!»).

Es gibt viele Situationen, die uns verzweifeln lassen und in unangenehme Situationen bringen. Ich bin in meiner jahrelangen Praxis als Berater, Coach und Seminarleiter zum Schluss gekommen, dass es meist dieselben Gründe sind:

Weil wir andere Erwartungen haben, die sich nicht erfüllen. Weil wir diese Erwartungen nicht kennen oder sie schlichtweg nicht erfüllen wollen. Weil wir ganz viel auf andere Menschen oder Situationen projizieren («Wenn ich meinen Traumpartner gefunden habe/ich schwanger bin/ich befördert werde, bin ich glücklich», «Wenn es im Urlaub regnet, ist er ins Wasser gefallen.»).

Es geht immer um subjektiv erfahrenen Mangel, den wir im ausssen / von anderen gestillt bekommen möchten. Kurzum: Wir fühlen uns unglücklich, weil wir uns nicht selbst genug lieben.

Dabei möchte ich betonen, dass ich davon überzeugt bin, dass jeder Mensch von Geburt aus mit Liebe auf die Welt kommt und ihm Selbstliebe mitgegeben wird. In unserem Entwicklungsprozess und den gemachten Erfahrungen (oft wird der Grundstein dafür in Kindheitserfahrungen gelegt) verlieren wir jedoch immer mehr uns daran zu erinnern.

Es geht also nicht darum, dass wir keine Selbstliebe in uns tragen oder sie uns gar fehlt – sondern dass es uns in unserem jetzigen, wahrgenommenen Leben daran mangelt.

Es bedarf also einer gewissen Portion Mut, sich wichtige Fragen zu stellen. Oft beginnen sie mit einem Warum:

  • Warum bin ich so unglücklich?
  • Warum verhalte ich mich so?
  • Warum bringt mich diese Situation oder Person so in Rage?

Der nächste Schritt zur Entwicklung ist, Fragen mit einem Wie zu stellen:

  • Wie schaffe ich es, hinderliche Blockaden in meinem Leben einzureissen?
  • Wie löse ich mich von meinem inneren Kritiker?
  • Wie schaffe ich es, mich in Zukunft mehr zu akzeptieren, ja mehr selbst lieben zu können?

Und sich auch Fragen mit Was zu stellen:

  • Was bedeutet Glück für mich?
  • Was macht mich wirklich glücklich?
  • Was möchte ich in meinem Leben erfahren und zum Ausdruck bringen?

Dies sind wichtige Fragen. Und sie lassen sich nicht in wenigen Minuten beantworten. Ich denke, dass sie uns unsere Leben lang begleiten und wir Stück für Stück daran arbeiten können, Stück für Stück innerlich wachsen können. Um uns so Stück für Stück wieder mehr selbst zu lieben zu können.

Stellen wir uns diese (und natürlich andere wichtige) Fragen nicht, können wir schon durchs Leben gehen. Vielleicht erfreuen wir uns beruflichem Erfolg, materiellen Wohlstand, unseren Kindern oder was auch immer.

Doch früher oder später holen uns diese Fragen ein (wenn es eben nicht mehr mit der Karriere so gut klappt, wir in finanzielle Schieflage geraten, Konflikte mit den heranwachsenden Kindern haben oder was auch immer).

Allerspätestens – zumindest ist dies meine Überzeugung – wenn wir im Sterbeprozess unser Leben Revue passieren lassen. Doch dort ist es meist zu spät, wir sind krank, schwach, emotional aufgewühlt, um uns liebevoll diesen Themen zu stellen.

Ein Sprichwort sagt, dass wir im Angesicht des Todes nicht das bereuen, was wir gemacht haben – sondern nur das, was wir nicht gemacht haben.

Wäre es also nicht gut, sich jetzt diesen Fragen auseinanderzusetzen und an der Erstarkung der eigenen Selbstliebe zu arbeiten, als wenn es praktisch zu spät ist?

Hast Du den Mut dazu, Dich mit Dir auseinanderzusetzen?Wenn Du möchtest, beginne doch jetzt gleich damit.

  • Nimm Dir Stift und Papier, setze Dich aufrecht hin und atme mehrere Minuten tief in den Bauch ein und lange aus. Verweile ein paar Minuten in der Stille und beginne die oben genannten Fragen für Dich zu reflektieren. 

Setze Dich nicht unter Druck, Du musst nicht gleich die perfekten Antworten finden - vielmehr geht es darum, einen Prozess der Selbstreflexion zu beginnen.

Die nächsten Tage kannst Du ja immer wieder zu diesen Fragen zurückkehren.Und wenn Du möchtest, kannst Du Deine Erkenntnisse und Erfahrungen hier in der Gruppe teilen - ich bin sicher, viele werden dankbar sein, zu sehen, dass es anderen ähnlich geht.

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